Das Geonetzwerk.metropoleRuhr feiert 5-jähriges Bestehen / Preise des Schülerwettbewerbs GeoAwardRuhr gehen nach Wesel, Hagen und Datteln

Essen – 1. Oktober 2018. Seit 2013 vernetzen sich die Städte und Kreise der Metropole Ruhr in einer gemeinsamen Kooperation, dem Geonetzwerk.metropoleRuhr. Geoinformationen, verstanden als Datenrohstoff, werden veredelt, regional einheitlich bereitgestellt und in smarten Anwendungen veröffentlicht. Nutzerfreundlich sind zum Beispiel die Bebauungspläne aller Kommunen der Metropole Ruhr mit einem "Klick" abrufbar. Eine aufwendige Suche auf 53 unterschiedlichen städtischen Internet-Seiten gehört seitdem zur Geschichte. Die als Pilotprojekt gestartete Kooperation ist 2016 als dauerhafte Aufgabe von den Kommunen an den Regionalverband Ruhr (RVR) übertragen worden. Der RVR ist auch Sitz der Geschäftsstelle des Netzwerkes, das über kommunale Verwaltungsstrukturen hinweg, neue praxisorientierte Anwendungen und Projekte auf Basis gemeinsamer Geodaten entwickelt und realisiert.

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr (RVR): gratuliert: "Das Geonetzwerk ist ein gelungenes Beispiel, wie durch die Möglichkeiten der Digitalisierung neue interkommunale Kooperationen in der Metropole Ruhr entstehen, die von allen Beteiligten gelebt werden und dauerhaft erfolgreich sind."

In den vergangen fünf Jahren ist unter dem Dach des Geonetzwerkes der Metropole Ruhr die Übersicht über die Bebauungspläne vereinheitlicht, eine Zusammenarbeit für die Luftbilder geschlossen und die digitale Erfassung aller Radrouten angelegt worden. Als Festredner zu der Jubiläumsveranstaltung des Geonetzwerkes Ruhr wird Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Sprecher der Arbeitsgruppe Ruhrgebiet in der CDU/CSU-Fraktion über "Metropolräume im globalen Wettbewerb der Regionen" referieren.

2018 wurde erstmals ein Schülerwettbewerb, der GeoAwardRuhr, ausgelobt. In diesem sind kreative und innovative Anwendungen und Ideen entstanden, wie Geodaten für die gesamte Region nutzbar gemacht werden können. Die Preisverleihung des GeoAwardRuhr findet anlässlich der 5-Jahresfeier am 08. Oktober im Musikforum Bochum statt. Die Laudatio wird von Carina Gödecke, erste Vizepräsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen, gehalten. Zu den Gewinnern gehören: Das Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel, das mit der Konzeptionierung der Umgestaltung des großen Marktes in der Stadt Wesel die Jury überzeugt und den ersten Preis errungen hat. Das Rahel-Varnhagen-Kolleg in Hagen gewinnt den zweiten Preis. Im Erdkundeunterricht haben dort Schülerinnen und Schüler mit so genannten Points of Interest eine Route durch den Hagener Stadtteil Wehringhausen entwickelt, die Stadtentwicklung und Migrationsgeschichte kombiniert. Der dritte Preis geht an das Berufskolleg Ostvest in Datteln für die Entwicklung einer digitalen Karte, die Standorte von Altglas- und Altkleidersammelstellen zeigt. Als bestes Innovationsprojekt wird das Berufskolleg Max-Born in Recklinghausen ausgezeichnet.

Das Geonetzwerk.metropleRuhr

Geodaten sind raumbezogene Informationen, die zunehmend in den Alltag einfließen. Ob Navigation, Standortplanungen, Bauleitplanungen oder umweltrelevante Themen, ob Verwaltung oder Wirtschaft, eine Vielzahl von täglichen Planungen und Entscheidungen basieren auf diesen raumbezogenen Daten.

Mitglieder der interkommunalen Kooperation sind der Regionalverband Ruhr, die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. Weitere Beteiligte sind das Ministerium des Innern des Landes NRW sowie kreis-angehörige Städte und Gemeinden in den Verbandsgrenzen des RVR.

Link zur Pressemitteilung: 2018-08_10_PM

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