Am 1. Dezember 2014 trafen sich die Entscheidungsträger und Bearbeiter der langjährigen Kooperation Stadtplanwerk sowie die Mitglieder des Geonetzwerk.metropoleRuhr in den Räumen des Regionalverband Ruhr zur ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung nach dem offiziellem Start des Geonetzwerk am 09.12.2013.Nach einer Begrüßung des Lenkungskreisvorsitzenden Herrn Lincke, Amtsleiter Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung, Mülheim an der Ruhr und dem Referatsleiter des Referates 9, Herrn Dr. Beckröge, übernahm Frau Kaufmann (Geschäftsstelle Geonetzwerk) die Moderation der Veranstaltung.

Die Veranstaltung diente als Plattform zum Meinungsaustausch, für Zieldefinitionen des Projektes sowie dem Aufnehmen neuer Impulse. Insbesondere die bundes- und landesweiten Open Data Entwicklungen bilden einen wichtigen Rahmen für die weitere Erarbeitung des Projektes. Bereits im Oktober diesen Jahres wurde ein positives Meinungsbild in der Region für die Erarbeitung einer gemeinsamen regionalen Open Data Strategie (Geodaten) eingeholt. Herr Dinnus, CIO-Stabsstelle NRW, rief erneut zur Kooperation mit dem Land auf und appellierte zur Partizipation der Teilnehmer. Die Open Data Entwicklung sei die Chance zur Erhöhung der Teilhabe der Bürger an staatlichen Entscheidungsfindungs- und Willensbildungsprozessen und so aktiver Mitwirkung. Herr Lincke bekräftigte die Notwendigkeit der Informationsmöglichkeiten für die Bürger und sagte die Unterstützung der Umsetzung der Strategie durch das Geonetzwerk zu. Auch der Regionalverband Ruhr unterstützt die Open Data Bestrebungen in der Region. Bereits vor der Sitzung wurden weiterführende Informationen sowie eine Zusatzvereinbarung für das Projekt Stadtplanwerk zur Abstimmung versandt, mit dem Ziel, die Stadtplanwerksdaten als open data zu öffnen. Auf der Veranstaltung bekräftigten die Teilnehmer die Absicht diese frei zur Verfügung zu stellen. Eine Unterzeichnung kann in einigen Kommunen sofort erfolgen, andere wiederum benötigen formale Verwaltungsentscheidungen zur Klärung. Frau Strewick und Herr Terwyen vom Referat 9 des RVR stehen auch weiterhin für Fragen zur Verfügung und bitten um Rückmeldung bis zum 15.12.2014, wie der weitere Prozess in der jeweiligen Kommune voranschreitet. Die Einnahmeausfälle, die durch OpenData dem RVR ggf. entstehen, werden innerhalb des RVR kompensiert. Frau Dr. Straub, vom Regionalverband Ruhr, Team Masterplanung berichtete vom Stand der Infrastrukturanalyse. Die Analyse zur Definition der zASB im neu zu erstellenden Regionalplan basiert zum Teil auf den Daten in der POI-Datenbank, welche im Referat 9 gepflegt wird. Zur weiteren Bewertung bedarf es allerdings kleinräumiger EW-Daten. Ein entsprechendes Schreiben zur Weiterleitung an die Einwohnermeldeämter/stat. Ämter wurde am 02.Dezember 2014 an alle Kreise und kreisfreien Städte versandt. Es wird um Rückmeldung bis zum 09.01.2015 gebeten.

Am Nachmittag wurde ein Rückblick zu Arbeitsergebnissen des Projektes gegeben. Wichtiger Meilenstein ist die Inbetriebnahme des Geoportals als Beta-Version sowie der Start des Modellprojektes Bebauungsplanübersicht Metropole Ruhr im Herbst 2014. Frau Prof.Dr.rer.nat. Klein wies in Ihrem Vortrag auf die Vorteile der Geodateninfrastrukturen hin und skizzierte den weiteren Zeitplan der Evaluation. Nach einem kurzen Einblick ins Geoportal, Interessierte können sich gerne unter dem Link registrieren, wurden die Beschlüsse des Lenkungskreises des vergangenen Jahres resümiert, neue Ziele wurden nicht definiert.Die Schlussworte sprach Herr Dr. Beckröge, er bedankte sich bei den Teilnehmern und gab einen Ausblick für das Jahr 2015 und darüber hinaus. So ist es erklärtes Ziel des RVR die Infrastrukturen des Geoportals auch nach Beendigung der Projektlaufzeit weiterzuführen. Er begrüßt die rege Netzwerkarbeit aller Beteiligten und freut sich auf die kommenden zwei Jahre mit hoffentlich spannenden Daten im Portal.

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